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Begriffe
ADR
Abkürzung für "Accord europeèn relatif au transport international des merchandises dangereuses par route". Mit diesem europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße sollen einheitliche Bedingungen für den Gefahrguttransport geschaffen werden. Im ADR sind die Transportvorschriften für Gefahrgüter beim Straßentransport geregelt. Zu den Gefahrgütern gehören u. a. alle Gase, sowie Benzin und Dieselkraftstoff.
Akkreditierung
lateinisch: credere glauben
Nach EN 45000: Verfahren, in dem eine maßgebliche Stelle formell anerkannt, dass eine Stelle kompetent ist, bestimmte Aufgaben zu erfüllen.
Anerkannte unabhängige Prüfstellen
Die anerkannten unabhängigen Prüfstellen sind neben den benannten Stellen für die Zulassung von Arbeitsverfahren (Verfahrensprüfungen) und die Zulassung von Personal für die Ausführung von dauerhaften Verbindungen (Schweißern) zuständig. Sie führen Personalqualifikationen durch für die zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen.
Anerkannte unabhängige Prüftellen übernehmen Aufgaben, die von öffentlichen Interesse sind, und müssen daher den Behörden gegenüber verantwortlich bleiben.
Ausdehnungsstücke
sind Geräte, die einen oder mehrere Kompensatoren enthalten, die verwendet werden, um Längenänderungen auszugleichen, z.B. durch thermische Ausdehnung oder Kontraktion einer Pipeline, Rohrleitungsanlage oder eines Behälters.
Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion
Einrichtungen, die zum Schutz des Druckgeräts bei einem Überschreiten der zulässigen Grenzen bestimmt sind. Diese Einrichtungen umfassen
-Einrichtungen zur unmittelbaren Druckbegrenzung wie Sicherheitsventile, Berstscheibenabsicherungen, Knickstäbe, gesteuerte Sicherheits-einrichtungen (CSPRS) und
-Begrenzungseinrichtungen, die entweder Korrekturvorrichtungen auslösen oder ein Abschalten oder Abschalten und Sperren bewirken wie Druck-, Temperatur- oder Fluidniveauschalter sowie mess- und regeltechnische Schutzeinrichtungen (SRMCR
Baugruppen
mehrere Druckgeräte, die von einem Hersteller zu einer zusammenhängenden funktionalen Einheit verbunden werden;
Behälter
ein geschlossenes Bauteil, das zur Aufnahme von unter Druck stehenden Fluiden ausgelegt und gebaut ist, einschliesslich der direkt angebrachten Teile bis hin zur Vorrichtung für den Anschluss an andere Geräte. Ein Behälter kann mehrere Druckräume aufweisen.
Baumusterprüfung
Die EG-Baumusterprüfung ist das Verfahren (Modul B), in dem eine benannte Stelle prüft und bestätigt, daß das für die betreffende Produktion repräsentative Muster den einschlägigen Vorschriften der Druckgeräte-Richtlinie entspricht.
Benannte Stelle
(= notifizierte Stelle / notified Body) Eine benannte Stelle ist eine Stelle, die von einem Mitgliedstaat der EU-Kommission gemeldet wird. Die Kommission erteilt jeder benannten Stelle eine Kenn-Nummer. Die Hauptaufgabe der Benannten Stellen ist es, die für die Konformitätsbewertungsverfahren notwendigen Dienstleistungen zu erbringen. Die Benannten Stellen können auch außerhalb des Mitgliedstaates tätig sein. Die Hersteller können frei unter den benannten Stellen wählen.
Betreiberprüfstellen
Eine Stelle, die von einem Mitgliedstaat der EU-Kommission gemeldet wird. Die Betreiberprüfstellen erhalten keine Kenn-Nummer. Die Hauptaufgabe der Betreiberprüfstellen ist es, die für die Konformitätsbewertungsverfahren der Module A1,C1,F und G notwendigen Dienstleistungen zu erbringen. Die Betreiberprüfstellen arbeiten ausschließlich für den Unternehmensbereich, der sie angehören.
Betriebsanleitung
Die Betriebsanleitung ist die schriftliche Hilfestellung für den Benutzer. Sie ist beim Inverkehrbringen den Druckgeräten mind. in der jeweiligen Landessprache beizufügen. Sie muß alle der Sicherheit dienlichen Informationen enthalten zu Montage(einschl. Verbindung verschiedener Druckgeräte), Inbetriebnahme, Benutzung und Wartung(einschl. Inspektion durch den Benutzer). Die Betriebsanleitung enthält die Beschreibung über die bestimmungsgemäße Verwendung, die Beschreibung des Druckgerätes oder der Anlagen, Hinweise auf besondere Konstruktionsmerkmale, die technischen Daten, die Beschreibung zur Inbetriebnahme, zur Installation, zum Rüsten, zur Instandhaltung, Warnhinweise auf die Gefahren einer unsachgemäßen Verwendung. Der Betriebsanleitung sind ggf. die technischen Dokumente sowie Zeichnungen, Diagramme, Flow-Sheets, Verfahrenspläne und sonstigen notwendigen Übersichtpläne beizufügen.
Bevollmächtigter
Derjenige, der vom Hersteller bevollmächtigt wird, in dessen Namen und auf dessen Rechnung die sich aus der Richtlinie ergebenden Verpflichtungen des Herstellers zu erfüllen. Erläuterungen: Benennt der Hersteller einen Bevollmächtigten, muß dieser in der Gemeinschaft niedergelassen sein, um im Rahmen der Richtlinien im Namen des Herstellers zu handeln. Die Bevollmächtigung durch den Hersteller ist Gegenstand eines schriftlichen Auftrages, in dem die Verpflichtungen des Herstellers aus den Richtlinien aufgeführt sind, die dieser dem Bevollmächtigten überträgt. Der Bevollmächtigte handelt im Namen des Herstellers, ohne seine Befugnisse zu überschreiten. Er vertritt nicht sich selbst, sondern den Hersteller.
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CE
Abkürzung für Conformité Européenne
CE-Kennzeichen
Alle Produkte , die entsprechend der Richtlinien nach dem neuen Konzept hergestellt werden und in der Gemeinschaft in Verkehr gebracht werden, müssen in der Regel mit einer CE-Kennzeichnung versehen sein. Darunter fallen auch die Druckgeräte. Sie ist ein rechtsgültiges Konformitätszeichen und nicht etwa ein Qualitätskennzeichen oder ein Ursprungskennzeichen.
Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller oder Bevollmächtigte, daß das Druckgerät allen Anforderungen der Druckgeräterichtlinie entspricht und das entsprechende Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt wurde.
CSPRS
Einrichtungen zur unmittelbaren Druckbegrenzung wie Sicherheitsventile, Berstscheibenabsicherungen, Knickstäbe, gesteuerte Sicherheitseinrichtungen
Dauerhafte Verbindungen
Verbindungen, die nur durch zerstörende Verfahren getrennt werden können; z.B. Schweißverbindungen
DN (Nennweite)
eine numerische Grössenbezeichnung, welche für alle Bauteile eines Rohrsystems benutzt wird, für die nicht der Aussendurchmesser oder die Gewindegrösse angegeben werden. Es handelt sich um eine gerundete Zahl, die als Nenngrösse dient und nur näherungsweise mit den Fertigungsmassen in Beziehung steht. Die Nennweite wird durch DN, gefolgt von einer Zahl, ausgedrückt;
Druck
den auf den Atmospährendruck bezogenen Druck, d. h. einen Überdruck; demnach wird ein Druck im Vakuumbereich durch einen Negativwert ausgedrückt;
Druckgase
Als Druckgas wird ein Stoff bezeichnet, wenn seine kritische Temperatur weniger als 50 Grad Celsius beträgt bzw. bei 50 Grad Celsius einen Dampfdruck von mehr als 3 bar aufweist.
Druckgeräte
Behälter, Rohrleitungen, Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion und druckhaltende Ausrüstungsteile. Druckgeräte umfassen auch alle gegebenenfalls an drucktragenden Teilen angebrachten Elemente, wie z. B. Flansche, Stutzen, Kupplungen, Trageelemente, Hebeösen usw.;
Druckhaltende Ausrüstungsteile
Einrichtungen mit einer Betriebsfunktion, die ein druckbeaufschlagtes Gehäuse aufweisen;
z.B. Ventile, Druckregler, Messkammern, Manometer, Wasserstandmesser, Filter und Ausdehnungsstücke.
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EAM = Europäische Werkstoffzulassung
Abk. für »European Approval for Materials«
EG-Baumusterprüfung
Die EG-Baumusterprüfung ist das Verfahren (Modul B), in dem eine benannte Stelle prüft und bestätigt, daß das für die betreffende Pr oduktion repräsentative Muster den einschlägigen Vorschriften der Druckgeräte-Richtlinie entspricht
EG-Baumusterprüfbescheinigung
Dokument, auf dem eine benannte Stelle bestätigt, daß das für die betreffende Produktion repräsentative Muster den einschlägigen Vorschriften der Druckgeräte-Richtlinie entspricht.
EG-Entwurfsprüfung
Verfahren, bei dem eine benannte Stelle prüft, daß das vom Hersteller in den technischen Unterlagen dargelegte Druckgerät, den geltenden Anforderungen der Druckgeräte-Richtline entspricht (Modul B1)
EG-Entwurfsprüfbescheinigung
Dokument, auf dem eine benannte Stelle bestätigt, daß die Entwurfsunterlagen den einschlägigen Vorschriften der Druckgeräte-Richtlinie entsprechen.
EAMDS = Europäisches Werkstoffdatenblatt
Dokument, in dem die Anforderung an einem Werkstoff festgelegt sind, der durch eine Europäische Werkstoffzulassung für die Herstellung von Druckgeräten zugelassen ist.
Europäische Werkstoffzulassung
ein technisches Dokument, in dem die Merkmale von Werkstoffen festgelegt sind, die für eine wiederholte Verwendung zur Herstellung von Druckgeräten bestimmt sind und nicht in einer harmonisierten Norm geregelt werden.
Fluide
Gase, Flüssigkeiten und Dämpfe als reine Phase sowie deren Gemische. Fluide können eine Suspension von Feststoffen enthalten;
Gesamtkonzept
Eine europäische Konzeption für eine zuverlässige Konformitätsbewertung
Wesentliche Leitlinien:
1.Entwicklung eines kohärenten Konzepts durch die Einführung von Modulen für die einzelnen Phasen der Konformitätsbewertungsverfahren und die Aufstellung von Kriterien für deren Anwendung, für die Benennung der zuständigen Stellen und für die Verwendung der CE-Zeichen.
2.Allgemeine Verwendung der EN-Normen der Reihe EN 9000 (Qualitätssicherung) und EN 45000 (Anforderungen der Konformitätsbewertungsstellen für die Qualitätssicherung)
3.Förderung und Einrichtung von Akkreditierungsstellen
Gute Ingenieurpraxis
Die Druckgeräte müssen unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren. die die Sicherheit beeinflussen, entworfen werden. Außerdem ist das Druckgerät so zu fertigen, zu überprüfen und mit Benutzungsanweisungen auszuliefern, dass, wenn es unter vorhersehbaren Bedingungen benutzt wird, seine Sicherheit während seiner vorgesehenen Lebensdauer gewährleistet ist.
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Harmonisierte Norm
Eine von der Kommission beauftragte, von einer der europäischen Normungsorganisationen ausgearbeitete europäische Norm deren Fundstelle im Amtsblatt der EG veröffentlicht wurde. Eine Veröffentlichung der Fundstelle durch die Mitgliedstaaten ist ebenfalls erforderlich.
Formell haben diese Normen einen Anhang ZA. In Form einer Tabelle wird dort angegeben, welche Abschnitte der entsprechenden Norm die Anforderung des entsprechenden Abschnitts der Druckgeräte-Richtlinie entsprechen.
Erläuterungen:
Es gibt internationale Normen (z.B. ISO), Europäische Normen (z.B. CEN) und nationale Normen (z.B. DIN, ÖNORM). Harmonisierte Normen sind ausgewählte europäische Normen, die von einer der europäischen Normungsorganisationen ausgearbeitet wurden. Europäische Normungsorganisationen sind: CEN (Europäisches Komitee für Normung), CENELEC (Europäische Normungsorganisation für den Elektrotechnik-Bereich), ETSI (Europäische Normungsorganisation für den Telekommunikations-Bereich).
Hersteller
Derjenige, der die Verantwortung für den Entwurf und die Herstellung des Druckgerätes trägt und in seinem Namen in der Gemeinschaft in den Verkehr gebracht werden soll. Erläuterungen: Der Hersteller kann inner- und außerhalb der Gemeinschaft niedergelassen sein. In beiden Fällen kann er einen Bevollmächtigten bestimmen, der in der Gemeinschaft niedergelassen sein muß, um im Namen des Herstellers handeln zu können.
Importeur
Importeur oder für das Inverkehrbringen verantwortliche Person
Derjenige, der ein Produkt, das aus einem Drittland importiert wurde und das unter die Druckgeräte-Richtlinie fällt, in der Gemeinschaft in den Verkehr bringt.
Erläuterungen: Im Gegensatz zum Bevollmächtigten steht der Importeur in keinem privilegierten Verhältnis zum Hersteller (aus Drittländern). Er ist die für das Inverkehrbringen des importierten Druckgerätes verantwortliche Person, wenn weder der Hersteller noch der Bevollmächtigte in der Gemeinschaft ansässig ist.
Inbetriebnahme
Erstmalige Benutzung eines Druckgerätes durch seinen Endbenutzer im Gebiet der Gemeinschaft.
Erläuterungen: Die Inbetriebnahme erfolgt bei der erstmaligen Verwendung oder Benutzung des Druckgerätes. Die Inbetriebnahme darf nicht gemäß Druckgeräte-Richtlinie verboten werden, wenn diese den Anforderungen der Richtlinie entsprechen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sind.
Inverkehrbringen
Erstmalige entgeltliche oder unentgeltliche Bereitstellung zwecks Überlassung eines unter die Druckgeräte-Richtlinie fallenden Produktes auf dem Gemeinschaftsmarkt nach der Herstellung mit dem Ziel des Vertriebs und/oder die Benutzung. Ein Produkt gilt als Überlassen, sobald seine Übergabe oder Übereignung stattgefunden hat, entgeldlich oder unentgeldlich zum Beispiel durch Verkauf, Verleihung, Vermietung, Leasing oder Schenkung.
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Kategorie
Einstufung (I , II, III, oder IV) der Druckgeräte nach dem Gefahrenpotentional;
abhängig von der Fluidgruppe, Aggregatzustand (gasförmig, flüssig) , max. zul. Druck PS, Volumen oder Nennweite;
die Kategorie bestimmt, welche Konformitätsbewertungsverfahren vom Hersteller ausgewählt werden können;
Kompensatoren
sind flexible Elemente eines Ausdehnungsstückes. Sie bestehen aus einer oder mehreren Wellen und den zylindrischen
Endstücken.
Konformität
Wesentliches Ziel des Qualitätsmanagement, nähmlich Erfüllung einer Forderung
Konformitätsbescheinigung
Eine Bescheinigung durch die Benannte Stelle, über die durchgeführten Prüfungen im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahrens (nur Module F und G).
Konformitätserklärung
Eine schriftliche Erklärung des Herstellers oder sein in der Gemeinschaft ansässiger Bevollmächtigter, daß das CE-Zeichen angebracht ist und daß das Druckgerät die für sie geltende Anforderungen der Druckgeräte-Richtlinie entspricht ( nur Module A, A1, C1, D, D1, E, E1, F, G, H, H1). Der inhaltliche Umfang der Konformitätserklärung ist im Anhang VII der Druckgeräte-Richtlinie festgelegt.
Konformitätsbewertung
Systematische Prüfung, wie weit das Druckgerät den speziellen Anforderungen der Druckgeräte-Richtlinie entspricht.
Erläuterung:
Die Konformitätbewertung ist immer durch den Hersteller, seinen in der Gemeinschaft ansässigen Bevollmächtigten.In manchen Modulen der Richtlinie ist die Einschaltung einer Benannten Stelle zur Konformitätsbewertung vorgesehen.
Konformitätsbewertungsverfahren
Vorgegebene Verfahren für die Bewertung der Konformität. Für die einzelnen Verfahren können unterschiedliche Module herangezogen werden, die Einzeln oder in Kombination angewendet werden. In der Druckgeräte-Richtline werden die anzuwendenden Module bzw. Modulkombination festgelegt, bei denen davon ausgegangen wird, daß sie das notwendige Schutzniveau bieten.
Konformitätsvermutung
Bei der Einhaltung von harmonisierten Normen wird die Übereinstimmung mit den wesentlichen Anforderungen vermutet. Erläuterungen: Die Anwendung der harmonisierten Normen ist freiwillig. Erfüllt der Hersteller die wesentlichen Anforderungen über eine andere technische Lösung und beachtet er harmonisierte Normen nicht, so trifft ihn hierfür die Beweislast.
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Marktaufsicht
Instrument, für die Durchsetzung der nach dem neuen Konzept verfaßten Richtlinien. Ziel der Marktaufsicht ist es, daß die Bestimmungen der Druckgeräte-Richtlinie gemeinschaftsweit eingehalten werden sowie die Überwachung der in den Verkehr gebrachten Druckbehälter. Zuständig sind die staatliche Stellen.
Maximal zulässiger Druck (PS)
den vom Hersteller angegebenen höchsten Druck, für den das Druckgerät ausgelegt ist. Er wird für eine vom Hersteller vorgegebene Stelle festgelegt. Hierbei handelt es sich um die Anschlussstelle der Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion oder um den höchsten Punkt des Druckgeräts oder, falls nicht geeignet, um eine andere angegebene Stelle;
Nennweite (DN)
eine numerische Grössenbezeichnung, welche für alle Bauteile eines Rohrsystems benutzt wird, für die nicht der Aussendurchmesser oder die Gewindegrösse angegeben werden. Es handelt sich um eine gerundete Zahl, die als Nenngrösse dient und nur näherungsweise mit den Fertigungsmassen in Beziehung steht. Die Nennweite wird durch DN, gefolgt von einer Zahl, ausgedrückt;
Neues Konzept
Eine neue europäische Konzeption auf dem Gebiet der technischen Harmonisierung und Normung, die 1985 in einer Entschließung des Rates festgelegt wurde.
Wesentliche Grundsätze:
1.Die Harmonisierung der Rechtsvorschriften beschränkt sich auf die Festlegung der wesentlichen Anforderungen, damit die in der Gemeinschaft in Verkehr gebrachten Produkte für den freien Warenverkehr zugelassen werden.
2.Die technn Spezifikatioen für Produkte, die in den Richtlinien enthaltenen wesentlichen Anforderungen entsprechen, werden in harmonisierte Normen festgelegt.
3.Die Anwendung der harmonisierten bleibt freiwillig
4.Bei Produkten, die nach harminisierten Normen hergestellt worden sind, wird davon ausgegangen, daß sie die entsprechenden wesentlichen Anforderungen erfüllen
siehe Richtlinien des Neuen Konzepts
Notifizierung
lateinisch: notus bekannt; notum fcere bekannt machen
Unterrichtung (Meldung) der Europäischen Kommission, dass eine die Anforderung erfüllende Stelle (Benannte Stelle oder anerkannte unabhängige Prüfstelle) dafür zugelassen wurde, die Konformitätsbewertung nach der Druckgeräte-Richtlinie durchzuführen. Eine Überprüfung durch die Europäischen Kommission findet nich mehr statt.
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PS (maximal zulässiger Druck)
den vom Hersteller angegebenen höchsten Druck, für den das Druckgerät ausgelegt ist. Er wird für eine vom Hersteller vorgegebene Stelle festgelegt. Hierbei handelt es sich um die Anschlussstelle der Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion oder um den höchsten Punkt des Druckgeräts oder, falls nicht geeignet, um eine andere angegebene Stelle;
Qualitätssicherung
Teil des Qualitätsmanagementsystem zur Schaffung von Vertrauen, dass die Qualitätsforderungen erfüllt werden.
Richtlinien des neuen Konzepts
Die europäischen Richtlinien des neuen Konzepts (gem. Artikel 95 EG-Vertrag) dienen der Annäherung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten mit dem Ziel, Handelshemmnisse zu beseitigen. Die Richtlinien bedeuten eine vollständige Harmonisierung, d.h. ihre Bestimmungen ersetzen die nationalen Bestimmungen. Die Mitgliedsstaaten müssen die an sie gerichteten Richtlinien in nationales Recht umsetzen.
Produkte nach den Richtlinien des neuen Konzepts (z.B. Druckgeräte-Richtlinie 97/23/EG) tragen das CE-Zeichen.
Rohrleitungen
zur Durchleitung von Fluiden bestimmte Leitungsbauteile, die für den Einbau in ein Drucksystem miteinander verbunden sind. Zu Rohrleitungen zählen insbesondere Rohre oder Rohrsysteme, Rohrformteile, Ausrüstungsteile, Ausdehnungsstücke, Schlauchleitungen oder gegebenenfalls andere druckhaltende Teile. Wärmetauscher aus Rohren zum Kühlen oder Erhitzen von Luft sind Rohrleitungen gleichgestellt;
SRMCR
Begrenzungseinrichtungen, die entweder Korrekturvorrichtungen auslösen oder ein Abschalten oder Abschalten und Sperren bewirken wie Druck-, Temperatur- oder Fluidniveauschalter sowie mess- und regeltechnische Schutzeinrichtungen ;
Technische Unterlagen
Die technische Unterlagen ist jene Dokumentation, die vor der Abgabe der Konformitätserklärung zusammengestellt sein muß und für die Behörde in den Räumen des Herstellers oder Inverkehrbringers (Bevollmächtigter oder Importeur) zum Zweck einer allfälligen Kontrolle verfügbar ist. Die technischen Unterlagen müssen eine Bewertung der Übereinstimmung des Druckgerätes mit den für sie geltenden Anforderungen der Druckgeräte-Richtlinie ermöglichen. Sie müssen Entwurf, Fertigung und Funktionsweise des Druckgerätes abdecken.
TS (zulässige minimale/maximale Temperatur)
die vom Hersteller angegebene minimale/maximale Temperatur, für die das Gerät ausgelegt ist;
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Überhitzungsgefährdung
Durch Flammen, Rauchgase, sonstige Fluide, feste Stoffe sowie durch Strahlung oder sonstige Energieform beheizte Druckgeräte oder deren Komponenten, die bei Ausfall der Kühlung (Wärmeabfuhr) eine Beeinträchtigung der Integrität durch Veränderung der Werkstoffeigenschaften erleiden wodurch eine Verminderung der Druckbeständigkeit, der Stabilität oder der vorgesehenen Lebensdauer eintreten könnte.
Verbindungskoeffizienten
Der für die Berechnung berücksichtigte Faktor:
1,0 für Verbindungen mit 100% zerstörungsfreie Prüfungen
0,85 für Verbindungen mit Stichprobenprüfung
0,7 für Verbindungen ohne zerstörungsfreie Prüfungen
Volumen (V)
das innere Volumen eines Druckraums einschliesslich des Volumens von den Stutzen bis zur ersten Verbindung, aber abzüglich des Volumens festeingebauter innenliegender Teile;
Zertifizierung
Nach EN 45020: Ein Verfahren in dem ein unparteiische Dritter schriftlich bestätigt, dass ein Erzeugnis, ein Verfahren oder eine Dienstleistung vorgeschriebene Anforderung erfüllt.
Zugelassene Überwachungsstellen
Nach § 21 der Betriebssicherheitsverordnung vorgesehene Stellen für z. B. Prüfung vor Inbetriebnahme, wiederkehrende Prüfungen
Zulässige minimale/maximale Temperatur (TS)
die vom Hersteller angegebene minimale/maximale Temperatur, für die das Gerät ausgelegt ist;